Kritiken


HENNING DÖRPHOLZ in der KRITIK
 

BNN/Pforzheimer Kurier 29.02.2016 

"Senil am Nil"
Auch das Alter kann schöne Seiten haben : Henning Dörpholz präsentiert "Senil am Nil".
Wer will denn das - sich Lieder über das Altern anhören ? ...Das kann aber nur sagen, wer Henning Dörpholz nicht kennt ...Und weil zumindest die Eingeweihten wissen, dass mit ihm sogar Altern Spass macht, hat der Ellmendinger "Löwen"-Wirt auch kein Problem . den Saal voll zu bekommen...Wer den Humor mit Henning Dörpholz teilt, dem braucht nicht bange werden vor dem Alter...
       
                                                                                                        
(Susanne Roth)   
                                                                                                                          
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BNN/Pforzheimer Kurier 18.04.2015

"Die VENUSFALLE "
mit kritischem und liebevollem Blick auf das schöne Geschlecht

Henning Dörpholz, Kabarettist, Sänger und Musiker präsentierte „Die Venusfalle – von Zicken und Zauberfeen“ beim Verein „Kultur unterm Dach“. Besungen wurden Frauen und Frauenschicksale aller Art vielleicht schon immer. Aber kaum je so wie von Henning Dörpholz. Er bedient sich ungeniert am Repertoire alter und neuer Liedermacher …, wobei er bei Bedarf die Texte auf Dörpholz´sche Weise abwandelt. ... Bei aller Bosheit gelingt es Dörpholz, einen liebevollen Blick auf das sogenannte „schöne Geschlecht“ und auf die Menschheit insgesamt beizubehalten.Was das oft verständnis-innige Gelächter der Betroffenen bewies.Ohne ein paar Zugaben kam der frühere Musiklehrer nicht unterm Dach davon. Ein fast zweieinhalbstündiges Programm und keine Minute davon war zu viel, im Gegenteil. Mehr davon!

   ( Christiane Viehweg )

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BNN/Pforzheimer Kurier 7.4.2014

„Glücklich ist, wer vergisst“
Respektlosigkeiten bei Kerzenlicht
Kabarett mit Henning Dörpholz in Weiler / GroKo hat es ihm besonders angetan

Die Werbung lässt schon Ungemach ahnen, es riecht förmlich danach: Angela Merkel mit sichtlich geglätteter Haut, erwartungsvoll lächelnd. Siegmar Gabriel daneben, ebenfalls aller Falten befreit und huldvoll. Die beiden Spitzenpolitiker sind als Hochzeitspaar dargestellt. „Die GroKo“ wird als „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ mit dem „Prinzip Hoffnung“ angekündigt. Und der Refrain der musikalischen Polit-Satire auf der Empore des Naturkostladens in Weiler lautet „halb zog sie ihn, halb sank er hin“. Und mit Augenzwinkern folgt der Zusatz: Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu ändern ist.“

Der Geheimtipp ist ausverkauft, dafür sorgt sicher auch der Mann, der schon mit seiner musikalischen Ader und dem sicheren Gespür für gute Texte – auch eigene – im Neuenbürger Gymnasium bekannt geworden ist, als er dort noch unterrichtete. Das tut Henning Dörpholz schon lange nicht mehr, jetzt kann er sich seit über zehn Jahren seinem Hobby widmen. Eine Art respektloser, dabei aber nie niveauloser Liedermacher, der kein (Noten-)Blatt vor den Mund nimmt, so könnte man ihn bezeichnen. Er bedient sich zeitloser Texte bei Hermann Hesse, bei Bert Brecht etwa und formt sie etwas um, seine eigenen Texte sind aber auch nicht von Pappe. Bisher, so sagt er, war er mehr musikalisch-literarisch unterwegs, das politische Terrain ist noch neu für ihn. Doch genauso frech-frivol geht er hier auch vor wie in seinen Programmen „Senil am Nil“ oder „Artenschutz für Männer“.   ...

Am Ende eines grandiosen Abends bekommt jede Dame eine rote Rose mit auf den Heimweg. Es ist nicht der letzte Abend mit Henning Dörpholz. Da dieser schon ausgebucht war platzmäßig, folgen noch zwei weitere Veranstaltungen in den nächsten Wochen.

Susanne Roth


"PFORZHEIMER ZEITUNG" 13.10.2014   

Kultur zum Kuscheln - und zum Lachen :
Musikalische Politsatire mit Henning Dörpholz

Gemütlicher geht fast nicht: In bequemen Sesseln und Sofas, bei Kerzenlicht, Wein und duftendem Essen verweilen die 50 Zuschauer gerne. Besonders, wenn dabei ein anregendes Programm geboten wird, wie es Henning Dörpholz mit seiner musikalischen Politsatire „Glücklich ist, wer vergisst“ serviert. 

Kultur unterm Dach“ nennt sich die Veranstaltungsreihe in der ausgebauten Scheune von Eckard Beier, der den noch in Gründung befindlichen Verein „Kultur für Keltern“ mitinitiiert. Die Räume über seinem Naturkostladen in Weiler sind wie geschaffen für Kleinkunst in beschaulichem Ambiente. Ein Geheimtipp für alle, die Kultur zum Kuscheln mögen. Obendrein ist das, was Henning Dörpholz am Flügel erzählt und singt, zum Lachen komisch: Politiker aller Art werden von ihm aufs Korn genommen ... in seinem scharf- und schnellzüngigen Programm... Mit eingängigen Melodien und unzähligen gereimten Schlagworten lästert der Kabarettist über Seehofer, den bundesweit teuersten Politiker, über Steuersünder, Frauen, „pensionierte Punks“ aus den Sechzigern und das „postmoderne Arschloch“ von heute. Auch die Endstation von Wahlverlierern benennt Dörpholz spöttisch: die Deutsche Bahn, den „Heldenfriedhof für gescheiterte Politiker“.                    am

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Pforzheimer Zeitung - 15.10.2012

Weichei, Windelwechsler und Womanizer

Henning Dörpholz begeistert mit seinem neuen Kabarett-Programm 

„Artenschutz für Männer“

    Keltern. Gentleman, Naturbursche, Rocker, Indie-Boy, Latin-Lover, Freak, Öko, Schönling, Poser und Übermann: Wie sieht der Mann von heute eigentlich aus? Was ist aus dem „Jäger“ geworden? Ist er „außen hart und innen ganz weich“, so wie es Herbert Grönemeyer mit seinem Hit „Männer“ behauptet hat? Henning Dörpholz legt in seinem neuen Kabarett-Programm „Artenschutz für Männer“ noch eine Schippe drauf: Männer von heute schwanken zwischen „Weichei, Windelwechsler und Womenizer“..

Bei der Premiere im Rahmen von „Kultur im Gasthaus Löwen“ in Ellmendingen streut Dörpholz eine Pointe nach der anderen in den Raum. Immer weiter treibt er den Spott auf die Spitze, rattert ohne Luft zu holen, trällert am Klavier und rast von einem Gedicht zum nächsten. Nitzsche wird zitiert, Gernhardt, Freud, Ustinov und Wilhelm Busch. Es erklingt Musik von Barbara Schöneberger, Wolf Biermann, Georg Kreisler, Reinhard Mey, Peter Maffay, Elvis Presley, Die Ärzte, Friedrich Hollaender, den Comedian Harmonists und vielen anderen Komponisten.

Auch vor amüsanten Zeitungsannoncen und Buchtiteln rund um den Mann macht der leidenschaftliche Kabarettist und pensionierte Musiklehrer nicht Halt. Mal zeigt er die romantisch-einsame Seite vom „Mann im Mond“ (Die Prinzen), mal fordert er ganz demonstrativ: „Neue Männer braucht das Land“ (Ina Deter). Mal rätselt er, was Frauen wirklich wollen, mal singt er, was Männer glücklich macht: „Ein Freund, ein guter Freund“ (Robert Gilbert)...
Dörpholz präsentiert den Mann in seiner ganzen Zwiespältigkeit. 

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„ALS DER ZIRKUS IN FLAMMEN STAND“

< Chansons von Georg Kreisler >

 „DIE RHEINPFALZ“ - Ludwigshafen 

Schon zu Beginn wurde klar, dass Dörpholz … in der Lage ist, sich als authentischer Kreisler‑Interpret zu präsentieren. Der Abend flog nur so dahin: Dörpholz war mit Leib und Seele dabei…. Henning Dörpholz ließ mit sichtlichem Spaß an Gesang, Textvortrag und Klavierspiel den Funken auf das Publikum überspringen. Bei Georg Kreisler scheint wirklich jeder sein Fett wegzukriegen. Die Zuhörer im Impflinger KlangHof, erklatschten sich drei Zugaben … Kompliment an Dörpholz für seine eigenständige Interpretation, ohne sich dem österreichischen Groß‑Satiriker anzubiedern.

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„MENSCH WERDEN“

BADISCHE NEUESTE NACHRICHTEN - Karlsruhe 

PFORZHEIMER ZEITUNG - Pforzheim

ENZTÄLER - Neuenbürg

„Es geht ihm um den Menschen: Mensch werden, Mensch bleiben und als Mensch vergehen.
Mit seiner unterhaltsamen, sich und die Zuhörer gleichermaßen fordernden literarisch-musikalischen Soiree setzt Henning Dörpholz einen Glanzpunkt und bietet einen tiefsinnig-vergnüglichen, tabulos-sarkastischen Streifzug um das unendliche Thema des Menschseins in Jugend, Beruf, Liebe, Alter und Tod. Er ist wohlvertraut mit den Barden und Bänkelsängern, ihren Liedern und Botschaften, mit Wedekind und Kreisler, mit Weill und Biermann, und er garniert sie geschickt mit literarischen Zitaten zu einer Collage des Lebens, zum Menschen auf dem Weg vom Original zur Kopie".(BNN)

„...eine Endlosschleife an Weisheiten, die Dörpholz mal tiefsinnig, mal scharfzüngig, mal verträumt in den Raum wirft.“(PZ)

„Er trägt sie so klar wie ungeniert vor. Ratternd wie eine Schreibmaschine, seufzend, Trübsal blasend und sarkastisch (Enztäler)

„Zu diesen kompromisslosen Gesängen von Wedekind und Kreisler, von Weill und Biermann, gesellen sich Betrachtungen des Alters, die weit entfernt sind von humoristischen Allgemeinheiten und einem das Lachen im Halse stecken lassen. Spätestens hier wird der "todernste" Ansatz klar, der Henning Dörpholz antreibt.“ (BNN).



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